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Die deutsche Misere

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Julischka Eichel in „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“, 2016

Foto: Metodi Popow/Imago

Daran hatte nun wirklich kaum jemand gedacht. Noch in den herbstlichen Schließungsdiskussionen um den zweiten Kulturlockdown war meist unheilschwanger von der Gefahr eines einzigartigen Bedeutungsverlusts „des Theaters“ an sich, „der Kunst“ und „der Kultur“ die Rede gewesen. Doch während die Institution Theater eigentlich relativ abgesichert blieb, zwar geschlossen war, aber manisch weiterprobte und inszenierte, sodass jetzt viele Häuser einem sagenhaften sogenannten Rückstau von noch zu spielenden Premieren ins Auge blicken, die alle erst mal „auf Halde“ produziert wurden – traf es diejenigen mit voller Wucht, die vom Stadttheatersy…

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