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Schöner migrieren

Optimismus kann so öde sein. Wobei die Langeweile nicht daraus erwächst, dass man als Zuschauer von Anfang an weiß, dass am Ende alles gut wird. Nein, irgendwas an dem Wesen der Erbaulichkeit, der Verpflichtung darauf, dass die Geschichte eine moralisch aufrichtende Wendung nimmt, ist ein bisschen, wie wenn die Tante zu Weihnachten festlich verpackte Socken schenkt. Sicher, man kann sie brauchen – aber dafür auch noch Danke sagen müssen?

Der Serie Little America, mit der Apple+ als Streamingdienst weiter Profil zeigen will, würde man mit dem Etikett „inspirierende Immigrantengeschichten“ deshalb einen echten Bärendienst erweisen. Die Tatsache, dass die acht halbstündigen Folgen mal mehr, mal weniger dem mechanischen Muster von „Mensch gerät in Krise, gibt sich Mühe und überwindet die Hin…

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