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Dorfleben

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Foto: Tobias Kruse/Ostkreuz

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Anbindung Ich wohne in einer Vorstadt, die zum Umkreis eines Zentrums gehört. Hier ist tendenziell wenig hip. Es ist funktional. Es herrscht der Charme der alten BRD, fahrend aufrechterhalten von neuen SUVs. Funktionieren tut hier vor allem der Autoverkehr. Was den Rad fahrenden Kiezbewohner erzürnt, ist alltäglich. „Nur“ zwanzig S-Bahn-Minuten von den Deutsche-Bank-Türmen entfernt, ist der Nahverkehr eher eine (mit Urin garnierte) Abbindung statt Anbindung. Man muss erst mal zur S-Bahn kommen und die muss auch wirklich fahren. Die Parkplatzgröße des Bahnhofs beweist, dass das Auto Mittel der Wahl ist. Wer den halbstündlichen Bus (nicht nach 20 Uhr …) nimmt, tut das nicht aus Überzeugung, sondern weil er muss. Es ist deprimierend, dass man im Speckgü…

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