Loading

Im Hinterland

Er wird gerne als einer der amerikanischen Nachwuchsautoren gehandelt, dabei hat der 1964 in Brooklyn geborene Jonathan Lethem mittlerweile auch schon 54 Jahre auf dem Buckel. Als Lethem 2015 für einige Monate nach Berlin kam, wurde er vom hiesigen Feuilleton gefeiert. Damals war mit Garten der Dissidenten quasi zum Nachklapp der Occupy-Bewegung sein Generationenroman über die amerikanische Linke erschienen. Überhaupt scheint der aus dem Noir-Krimi und der Trash-Science-Fiction kommende Autor, der dreist genug war, schon im Alter von knapp vierzig seine eigene (übrigens sehr lesenswerte) Autobiografie vorzulegen, ein Händchen dafür zu haben, gesellschaftspolitische Stoffe mit popkultureller Verve umzusetzen. Entsprechend sind Festung der Einsamkeit (2006) über Rassismus und Hip-Hop in B…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.