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„Unser Hirn leidet“

Für den italienischen Philosophen und Medientheoretiker Franco Berardi ist das Jahr 1977 ein epochaler Wendepunkt, der das Ende der Moderne, den Beginn der Postmoderne und einer neoliberalen Sozialphilosophie markiert. In dem Fotoband Malgrado voi über die sozialen Kämpfe in Bologna plädierte er schon damals für die Erkundung der neuen Verbindungen zwischen Wissen, Technologie und Arbeit. Um soziale Autonomie aufzubauen, schrieb er, sei ein Verständnis der ökonomischen Entwicklungen und der Mikroelektronik nötig. Gut 40 Jahre später wird Berardi nicht müde, zu kritisieren, dass wir die Potenziale neuer Technologien längst nicht ausschöpfen, solange diese den Zweckvorstellungen des Kapitals unterworfen sind.

der Freitag: Herr Berardi, Sie waren während der Arbeitskämpfe, die in Italien 1…

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