Loading

Revolution nur ohne Brecht

Die Wette wäre ohne Risiko gewesen: An Frank Castorfs Faust war für die siebenköpfige Jury kein Vorbeikommen als fundamentale Neudeutung im derzeit sogar auf der höchsten politischen Agenda stehenden Kolonialkontext. Wenn die Volksbühnen-Inszenierung im Mai im Haus der Berliner Festspiele gezeigt wird, wird die Welt noch einmal erkennen, was diesem Theater und seinen Schauspielern angetan wurde.

Gleich daneben eine weitere Großproduktion, die ohne ihre Vorgeschichte in der Volksbühne nicht denkbar ist: das Nationaltheater Reinickendorf von Vegard Vinge und Ida Müller. Die bislang nur zehn Mal gezeigte Performance kreist in Variationen bis zu 12 Stunden lang um Ibsens Baumeister Solness, womit Vinge sich auch an Castorf abarbeitet.

Die Zehner-Auswahl aus über 400 Inszenierungen in rund 5…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.