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Hart am Nerv

Im März vergangenen Jahres krönte sie der New Yorker zur „Prophetin der Dystopie“. Die Adaptionen fürs Fernsehen von Der Report der Magd (The Handmaid’s Tale) und Alias Grace haben ihr zu internationaler Berühmtheit verholfen, die Romanautoren sonst selten zuteilwird. Margaret Atwood war bei beiden Produktionen beratend tätig, bald wird sie in Toronto am Set sein, wieder als Beraterin. „Manchmal tue ich so, als wäre ich eine unheimliche alte Dame“, bekennt sie über einer Tasse Kaffee, mit lang gezogener mechanischer Stimme. Es sei reiner Zufall, dass ihre in der nahen Zukunft angesiedelte Dystopie und ihr historischer Roman, der von einem realen Mord im 19. Jahrhundert inspiriert wurde, zur selben Zeit auf die Bildschirme kommen. Aber sie haben etwas gemeinsam: Hauben. So viele Hauben.

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