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Was bisher geschah

Eines der vielen schönen Dinge am Seriengucken ist ja, dass man nicht nur über die Serien, sondern auch übers Gucken spricht. Und wenn es heißt, die moderne Fernsehserie sei ein writer’s medium, also von den Drehbuchautoren geprägt, während im Kino als die entscheidenden Figuren (vermeintlich) die Regisseure gelten, scheint es absolut folgerichtig, dass auf der Rezeptionsseite ein Leser steht beziehungsweise sitzt.

Wie überhaupt der Vergleich zum Lesen gute Denkanstöße gibt. Man müsste etwa das Modewort „binge-watchen“ daraufhin befragen, ob es sowohl den Stolz umfasst, der einen erfüllt, wenn man nach dreimonatigem, diszipliniertem Lesen Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit hinter sich gebracht hat, als auch den Selbstekel, der sich einstellt, wenn man sich um vier Uhr …

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