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Von Athen und Berlin

der Freitag: Herr Springer, wie kommt man im Jahr 2015 auf die Idee, einen Film über Anarchismus zu machen?

Moritz Springer: Die Idee liegt noch länger zurück. Ich habe 2008 den Anarchisten Horst Stowasser kennengelernt. Er hat mich so beeindruckt, dass ich Lust auf einen Film über ihn bekommen habe.

Warum?

Stowasser war ein extrem lebensfroher Mensch, der Zigarre geraucht und Rotwein getrunken hat. Das fand ich gut. Die Lebensqualität sollte bei der Revolution nicht verloren gehen. Zudem konnte er einem den Anarchismus als echte Alternative zum Kapitalismus, als funktionierendes Gesellschaftsmodell vermitteln. Der Begriff ruft ja bei vielen Menschen falsche Assoziationen hervor. Stowasser hat das bei seinem Vortrag aber so gut rübergebracht, dass eine alte Frau im Publikum sagte: „Wenn…

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