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Lebe lieber gar nicht

Im Februar letzten Jahres gab ein 27-jähriger Inder bekannt, dass er ein ungewöhnliches Gerichtsverfahren anstrebe. Er wolle seine Eltern dafür verklagen, ihn auf die Welt gebracht zu haben. „Es ist nicht unsere Entscheidung, geboren zu werden“, erklärte er der BBC. Vor Kurzem erklärte mir der junge Mann, Samuel ist sein Name, per Skype aus Mumbai, dass er ein gutes Leben habe und sich mit seinen Eltern gut verstehe. Seine Beschwerde ist von grundsätzlicher Art: Er hält es für falsch, Menschen ohne deren Einverständnis auf die Welt zu bringen. Deshalb wollte er vor Gericht von seinen Eltern einen symbolischen Betrag, zum Beispiel eine Rupie, erstreiten, „um bei Eltern im Allgemeinen eine gewisse Angst zu wecken. Denn im Augenblick denken die Leute überhaupt nicht nach, bevor sie ein Kin…

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