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Der perfekte Kreis

Wer auf der Flucht ist, läuft Gefahr, vom rechten Weg abzukommen. Alles ist unsicher, die Wahrnehmung verwischt und seltsame Geräusche dringen bedrohlich von überall ans Ohr. Sind das Stimmen oder Quetschlaute von gequälten Kreaturen? Warum ist das Leuchten da hinten plötzlich weg und kommt jetzt von ganz woanders? Es ist kein Zufall, dass das vierzehnte Studioalbum der Pet Shop Boys mit einem Irrlicht beginnt und mit weichgespülten Synth-Effekten aus dem Hochzeitsmarsch von Mendelssohn ausklingt, die über einen tackernden Disco-Beat gelegt sind, der aus irgendeinem harten Frühclub direkt bei der Kirche um die Ecke zu kommen scheint. Und obwohl Neil Tennant die Strophen von Wedding in Berlin wie ein Mantra in Selbsthypnose herunterbetet, „We’re getting married“, endet das Stück mit Gloc…

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