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1924: Menschengemäß

Ich denke sehr viel und in dankbarkeit an euch vier zurück, und ich möchte euch nicht missen in meinem leben. und ich merke, was für ein sentimentaler hund ich angeblicher marxist sein muss!“ Die Schreibmaschinenschrift mit den deutschen Sätzen steht auf vergilbtem Papier. Der Brief beginnt mit „lieber edvard heiberg“ und endet mit einer kräftig geschwungenen Unterschrift, die als „Hannes Meyer“ entziffert werden kann. Ganz oben sind das Datum wie die Stadt angegeben. Man erfährt, wo sich der Briefschreiber am 11. November 1931 aufhält: Stoleschnikow pereulok 7, Moskau. Mehrere poröse Blätter knistern zwischen Jakob Heibergs Fingern, wenn er sie aus der großen Schachtel nimmt, die auf dem Tisch vor ihm steht. Sie ist gefüllt mit Tagebüchern, Zeichnungen und Fotoalben seines Großvaters, …

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