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Trauer für Trompete

Ultraschall, das von zwei Rundfunksendern veranstaltete Berliner „Festival für neue Musik“, feierte vergangene Woche seinen 20. Geburtstag. Immer wieder spannend an solchen Konzertreihen ist die Frage, ob neue Kunstwerke zur Erklärung der Gegenwart etwas beitragen. Einige taten es. Und wenn neueste Musik mit Werken der schon klassisch gewordenen Avantgarde zusammengestellt wird – eine Besonderheit von Ultraschall –, ist der Erkenntnisgewinn umso größer. Mit einem wahren Zentralwerk älterer Zeit, Bernd Alois Zimmermanns Photoptosis aus dem Jahr 1968, wurde das Festival eröffnet.

Diese nur zehnminütige Komposition lässt Klangflächen, die den „Lichteinfall“ bedeuten (so die Übersetzung des altgriechischen Titels), sich bis zum Ende unablässig steigern, ergänzt sie aber im Mittelteil durch …

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