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Quarkroom

Schon Anfang 1978 schreibt Rosa von Praunheim 35-jährig in sein Tagebuch: „Vier Stunden am Meer gelaufen, Notizen zu einem biografischen Theaterstück von der Geburt bis zum Tod gemacht.“ Mit 40 Jahren Verspätung also bekommt man am Deutschen Theater genau das nun zu sehen: das Leben des vielleicht weltweit produktivsten schwulen Filmemachers von Anfang bis Ende, verpackt als eine hysterisch-komische, musikalische Nummernrevue.

Doch bevor es richtig lustig werden kann, bevor das applauswütige Premierenpublikum mit dröhnendem Gelächter die Schauspieler übertönen wird, legt der Abend in einer Art filmischen Ouvertüre einen anderen Grundton. Eingeblendet werden Szenen aus einer Fernsehshow aus den 1990ern, in der Praunheim aufgefordert wird, sich vor einer Holzwand seitlich zu bücken. Dann …

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