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„Oder die EU will die Krise“

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2011 war das Lächeln der Nord-Stream-Freunde noch ungetrübt. Mittlerweile drehen sie manchmal ganz schön am Rad

Foto: Sasha Mordovets/Getty Images

der Freitag: Herr Luhmann, Sie kritisieren die Diskussion um Nord Stream 2 und sagen, es gebe einen „Elefanten im Raum“, über den nicht gesprochen werde: eine drohende Gasversorgungskrise in Europa Ende nächsten Jahres.

Hans-Jochen Luhmann: Russland ist gebunden, vertraglich zugesagte Gasmengen auch zu liefern. Dafür braucht es Korridore, damit das Gas bis zu den vereinbarten Übergabepunkten in Europa gebracht werden kann. Zu diesem Zweck ist die Nutzung des ukrainischen Transportsystems UGTS unausweichlich. Die vertragliche Bindung zur Nutzung des UGTS läuft aber Ende 2019 aus. Bei dem gegenwärtigen Verhältnis zwischen der Ukraine un…

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