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Lebe lieber wirrer

Joshua Cohen ist schon mit Philip Roth und David Foster Wallace verglichen worden. Oft wird dabei auch auf seine Sprachmagie verwiesen. Eine zweifelhafte Magie ist das allerdings: Ob sein Wörterzauber alle Sicherungen im Haus der Fiktion durchbrennen lässt oder das Schreiben in eine neue Dimension transportiert, bleibe unklar, fand die London Review of Books. Und die New York Times nennt Cohen einen Zauberlehrling, der beim Versuch, eine Sardinenbüchse zum Schweben zu bringen, den ganzen Supermarkt in die Luft sprengt.

Cohens jetzt auf Deutsch erschienener Roman Buch der Zahlen hätte genauso gut „Buch gegen die Zahlen“ heißen können. Denn Cohen möchte nichts anderes, als die Vorherrschaft der Wörter beweisen. Dass Zahlen die Welt verändern können, vor allem in Form von Nullen und Einsen…

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