Loading

Geld und Angst

placeholder article image

Illustration: Susann Massute für der Freitag

Du schreibst dann die Sätze für die Schauspieler?“ „Ach was! Ich bin die Göttin des Films. Ich schaffe den Kosmos der Figuren, bestimme ihr Schicksal und bringe sie zur Welt“, sollte die Drehbuchautorin antworten, klänge es nicht so hochnäsig und fiele es ihr im Moment der Frage ein und nicht drei Tage später.

Drehbuchautoren sind unsichtbar und ihre Arbeit kennt keiner. Das Publikum hält das Werk des Autors nie in der Hand. Es sieht den fertigen Film und feiert die Menschen, die ihn präsentieren. Den meisten Drehbuchautoren geht es wie guten Eltern. Sie treten zurück, wenn ihr Werk in die Welt geht, und verstecken sich hinter der Gardine. Es soll nichts merken von ihrem Trennungsschmerz und Stolz, wenn es ohne sie auskommt.

Dass über…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.