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Gegen Zyniker hilft nur eine zweite Runde

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Schicksal Tejo

Patricia De Melo Moreira/AFP/Getty Images

Es ist Januar. Die Nachmittagssonne scheint auf die Tische draußen vor dem Café. Zwei Surfer in Neoprenanzügen laufen barfuß vorbei, ihre Surfbretter unter dem Arm.

António Brinco, 62, grüßt wie gewöhnlich mit erhobener Faust: „A luta continua“, und setzt sich dazu. „Der Kampf geht weiter“, der Schlachtruf linker Gewerkschafter. Brinco ist Philosophielehrer an einer öffentlichen Schule hier am südlichen Ufer der Tejo-Mündung. Philosophie ist Pflichtfach in der Sekundarstufe. Die Bedienung bringt ihm einen Gin Tonic, „meine Malariaprophylaxe“. Er hat lange in Mosambik gelebt. „Ich muss jetzt eigentlich noch nach Lissabon zur Demo vorm Parlament“, sagt Brinco, „aber ich füge mich meinem Schicksal.“

„Schon wieder eine Demonst…

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