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Es geht um sehr viel mehr

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Der ehemalige Verfassungsrichter Udo Di Fabio kam zu dem Ergebnis, dass das Urteil des Verwaltungsgerichts nicht haltbar ist

Foto: Jürgen Heinrich/Imago

Darf der Staat einem lebensmüden Menschen den Giftbecher reichen? Mehr noch, ist er sogar verpflichtet, ihm die Mittel dafür zu beschaffen, seinem Leben ein Ende zu setzen? Ja, urteilte das Bundesverwaltungsgericht 2017 in einem Aufsehen erregenden Urteil, das juristische Kreise kritisch bis ablehnend beurteilen. Die Richter wiesen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) an, „in Ausnahmefällen“ das tödliche Gift bereitzustellen, und rekurrierten dabei auf das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen. Seither liegen 83 entsprechende Anträge von Sterbewilligen bei der Behörde.

Doch statt deren Wunsch nachzuko…

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