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The week

from 18. until 24. January 2018

Sachsen

Gegen unbekannt

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Foto: Imago

In der sächsischen Kleinstadt Wurzen haben mit Messern und Schlagstöcken bewaffnete mutmaßliche Neonazis einen Fotografen bedroht. Nach einer Serie von gewalttätigen Angriffen von Rechten auf Flüchtlinge in Wurzen, zuletzt am vorigen Wochenende, hatte das linke Bündnis „Irgendwo in Deutschland“ am Sonnabend zu einer antirassistischen Kundgebung aufgerufen. Etwa 250 Teilnehmer demonstrierten unter großem Polizeiaufgebot, während mehrere rechte Gegendemonstranten die Kundgebung zu stören versuchten. Die Polizei sagte zuerst, die Demo sei friedlich verlaufen. Später kündigte sie an, wegen des Zwischenfalls werde nun gegen unbekannt ermittelt. Pepe Egger

Japan

Nach Australien

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Foto: Getty Images

Premier Abe (Foto) sieht Australien als einen „natürlichen Partner“, der sich für eine so bisher nicht übliche Militärkooperation anbietet. Er kam bei einem Treffen mit Premier Turnbull in Tokio überein, bald Einheiten der japanischen Selbstverteidigungskräfte in Australien trainieren zu lassen, was Manöver mit der dortigen Armee einschließt. Damit wird die einst defensive Militärdoktrin Japans erneut offensiv interpretiert und um eine regionale Kooperationsofferte ergänzt. Doch soll es kein Verteidigungsbündnis geben, bei dem sich beide Staaten im Fall der Fälle militärisch beistehen müssten. Wegen der gespannten Beziehungen Japans zu China schreckt Australien davor zurück. Lutz Herden

Äthiopien

Vor dem Hunger

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Foto: Imago

Das Famine Early Warning System Network (FEWS-NET) hat eine Frühwarnung zur Nahrungsmittelsicherheit in Äthiopien veröffentlicht. Man müsse damit rechnen, dass dort zwischen Februar und Mai etwa 5,5 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe brauchten. Dies gelte besonders für Bewohner im Süden und Südosten. Wie Edward Brown, Direktor von World Vision Äthiopien, erklärt, sei ein Teil der Ernte durch andauernde Trockenheit verdorrt. Kinder würden darunter leiden, die Schulen verlassen und schwere Arbeiten verrichten zu müssen. Zunächst einmal seien 12,7 Millionen Dollar an Soforthilfe nötig, wofür nur die internationale Gemeinschaft aufkommen könne. Lutz Herden

Antisemitismus

Wider den Hass

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Foto: Imago

Der Bundestag hat die nächste Bundesregierung aufgefordert, einen unabhängigen Antisemitismusbeauftragten zu berufen. Ein gemeinsamer Antrag von Union, SPD, FDP und Grünen wurde einstimmig angenommen. Die Abgeordneten der Partei Die Linke enthielten sich, weil sie in dem Antrag inhaltliche Mängel sahen. Vor allem aber kritisierten sie, dass sie von der CDU und CSU, die den Antrag angestoßen hatten, genau wie die AfD von den dazugehörigen Beratungen ausgeschlossen worden waren. Petra Pau (Foto) von Die Linke bemängelte auch, dass der Antrag ein mögliches Sonderrecht für Ausländer vorsehe, da er fordere, sie im Fall von antisemitischen Hassaufrufen auszuweisen. Pepe Egger

Korea

Zueinander

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Foto: Getty Images

Es sind mehrere Zeichen der Annäherung, die Nord- und Südkorea bei Olympia in Pyeongchang setzen wollen. Im Grenzort Panmunjom hat man sich auf einen Einmarsch der Einheit bei der Eröffnungszeremonie und ein gemeinsames Eishockeyteam der Frauen geeinigt. Zwar muss das IOC noch zustimmen, doch das gilt als sicher. Einen solchen Auftritt in einem Mannschaftswettbewerb hat es bisher bei Olympischen Spielen noch nie gegeben. Es ist die erklärte Ansicht der Regierung in Seoul, eine Verhandlungsdynamik auszulösen, die nach den Spielen zu Gesprächen über die nukleare Rüstung des Nordens führt. Ob sich Pyeongchang darauf einlässt, darf allerdings bezweifelt werden. Lutz Herden