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Tücken der Erinnerung

Zwischen den Geschichten, die das Leben schreibt, und den Geschichten, die das Kino erzählt, gibt es Abstand. In der letzten Woche ist Andrej Holm als Staatssekretär in Berlin und als Angestellter der Humboldt-Universität entlassen worden. Holm hatte 1989 als 19-Jähriger eine Laufbahn als Offiziersschüler bei der Stasi begonnen, die nach fünf Monaten endete, weil es die Stasi nicht mehr gab. Im Umgang mit dieser Geschichte, der von Seiten der Linkspartei, die Holm für den Posten ausgewählt hatte, politstrategisch naiv bis dilettantisch war, ist von Erinnerungslücken die Rede gewesen.

Ob man das glauben will oder nicht – dass es mit der Rekonstruktion von Erinnerung so eine Sache ist, davon handelt ausgerechnet Jochen Hicks Dokumentarfilm Der Ost-Komplex, der nach einem Berlin-Start im v…

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