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„Ja, ich darf das“

Jede zweite Woche wird es in Lisa Cosshams Wohnung etwas lauter, Klamotten liegen herum, Schulbrote werden geschmiert. Ihre Kinder leben abwechselnd bei ihr und ihrem Exmann. In der Sprache der Patchwork-Familien heißt das „Wechselmodell“. Für Cosshams Familie funktioniert das gut, als die Journalistin ihre Erfahrungen damit aber in einer Kolumne verarbeitete, erlebte sie viele Anfeindungen im Netz. Sie wurde als „Rabenmutter“ abgewertet, während der Vater für sein Engagement gelobt wurde.

der Freitag: Frau Cossham, nachdem Ihre Kinder eine Woche bei Ihnen verbracht haben, müssen Sie sich montagmorgens von ihnen verabschieden. Birgt das Wechselmodell mehr Nach- als Vorteile für Sie?

Lisa Frieda Cossham: Das Abschiednehmen ist schwer. Die Hälfte der Kindheit fehlt einem quasi. Man weiß i…

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