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„Ich war ein Wirtschaftswunder“

Im Filmhaus am Potsdamer Platz treffe ich die Filmemacherin und Autorin Helke Sander – erstmals nach fast 20 Jahren. In den 1990er Jahren studierte ich Film bei ihr, an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Sander hat stets Tabus gebrochen, „als Regisseurin, Feministin und Mutter“, wie Ulrike Baureithel es im Freitag einmal formulierte. Kommende Woche, am 31. Januar, wird Sander 80 Jahre alt. Im Vorgespräch am Telefon fragte ich sie, ob wir verschiedene Aspekte ihrer Biografie beleuchten könnten, Aspekte, die ihr Werk prägen. Sie reagierte mit der ihr ureigenen Mischung aus distanzierter Professionalität und Herzlichkeit, wir knüpften an das alte Du an, und meine Nervosität verflog. Im Filmhaus setzen wir uns dann in einen kleinen Vorführraum. Es ist dunkel, in der Ecke ein alt…

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