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Scheitern als Chance

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Willy Brandt hatte noch eine überzeugende sozialdemokratische Erzählung, der Parteinachwuchs tut sich damit schwer Foto: Tobias Schwarz/AFP/Getty Images

Das hat es in der Nachkriegsgeschichte der deutschen Sozialdemokratie noch nicht gegeben: Ein Parteivorsitzender, ja sogar der nach Willy Brandt am längsten amtierende, tritt nach sieben Jahren zurück, weil er sich zum zweiten Mal nicht in der Lage sieht, die Bundestagswahl als Spitzenkandidat für seine Partei zu gewinnen. Gewiss, objektiv betrachtet kann die SPD Sigmar Gabriel dankbar sein. Sein Rücktritt war schlicht der Einsicht in die Tatsache geschuldet, dass er bis heute nicht das Vertrauen der Bevölkerung genießt. Seine Niederlage gegen Merkel wäre programmiert gewesen. Deshalb war sein Rücktritt konsequent und richtig un…

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