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Der Schlachtplan

Irgendwann hatte Thomas Nitzsche die Nase voll. Er wollte dem Gestank auf den Grund gehen. Seit über einem Jahr roch es beißend nach abgestandener Kloake, wie er sagt, aus Richtung der Schlachtfabrik. „Man konnte teilweise noch nicht mal die Wäsche im Freien aufhängen, so sehr stank es.“ Nitzsche folgte dem Geruch in ein kleines Waldstück neben seiner Wohnanlage in Niederlehme, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen in Brandenburg.

Kurz vor der Schlachtanlage fand er zwischen den Bäumen im Wald die teichgroßen Pfützen aus blutrotem Schlachtwasser. „Ich war schockiert, dass vorgeklärtes Wasser noch so aussehen kann“, sagt Nitzsche rückblickend. Drei Lecks in aus der Schlachtfabrik kommenden Rohren waren die Ursache der Havarie. Über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr lief aus den R…

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