Loading

Jetzt geht es erst los

Eines der berühmtesten Leitmotive deutscher Bildungsgeschichte ist Adornos Satz von der „Erziehung nach Auschwitz“. Jede Debatte über die Ideale von Erziehung und Bildung sei „nichtig und gleichgültig“, so Adorno, wenn sie dieses Axiom nicht beinhalte: „dass Auschwitz sich nicht wiederhole.“ Das war 1966, und man kann nicht sagen, dass Schulen und Lehrerseminare das Mantra ganz oben auf ihre Prioritätenliste gesetzt hätten. Als vergangenes Jahr an der Goethe-Universität Frankfurt der Beschluß gefasst wurde, die NS-Pädagogik nicht mehr zu den regulären Bestandteilen der Lehrerbildung zu zählen, war die Bestürzung groß. Ausgerechnet in Frankfurt, da wo Theodor W. Adorno und Max Horkheimer das legendäre Institut für Sozialforschung gegründet und gelehrt hatten, sollte die Erinnerung an die…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.