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Der Globus poppt

Das Sprechen und Schreiben über Popmusik, der Popdiskurs, ist zu einem großen Gegreine verkommen. Zur vergangenheitsduseligen Heulerei älterer Herren aus dem reichen Teil der Welt. So ließe sich ketzerisch zuspitzen, was gleich ein ganzer Chor etablierter Popkritiker zuletzt in Buchform veröffentlicht hat: Mark Fisher (Gespenster meines Lebens, 2015), Simon Reynolds (Retromania, 2011), Jonathan Lethem (Talking Heads. Fear of Music, 2012) und Jon Savage (1966. The Year the Decade exploded, 2016 ) sind alle weiß und über 50. Und sie alle kommen im Kern zum selben Schluss: Es fehle dem Pop heute, zu Soundcloud-Zeiten, der revolutionäre Geist. Früher, als man noch Vinyl kaufte, als es das David-Bowie-Berlin und Margaret Thatcher noch gab, war nicht nur die Musik besser, sondern auch die Kon…

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