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Bal im Topf

Das türkische Kino wird vom deutschen Feuilleton nur in Form von global kursierenden Festivaldarlings wahrgenommen. Durch Filme also wie den Berlinale-Gewinner Bal – Honig von Semih Kaplanoğlu (2010), den Cannes-Gewinner Winterschlaf von Nuri Bilge Ceylan (2014) oder die Ende nächsten Monats startende, für den Auslands-Oscar nominierte Koproduktion Mustang von Deniz Gamze Ergüven. Darüber hinaus gibt es publizistische Aufmerksamkeit hier lediglich als Belächeln oder Empörung – wenn eine neue Folge der komischen Recep Ivedik-Reihe oder ein Kino-Sequel des nationalistischen Reißers Tal der Wölfe in die deutschen Kinos kommt. Demzufolge bestünde das türkische Kino neben der Filmkunst entweder aus plumpen Witzen und dem derben Lachen des nie erwachsenen Machos, der mit der modernen Gesellsc…

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