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Mit Knarre ins Rathaus

Eeine „Schule der Demokratie“ hat Bundespräsident Theodor Heuss 1921, damals noch Stadtverordneter von Berlin-Schöneberg, die Kommunalpolitik einmal genannt. Nicht nur biete sie Nachwuchspolitikern ein erstes Übungsfeld, auch die Bevölkerung lerne dort hautnah, was Demokratie bedeute. Momentan allerdings hat man den Eindruck, dass sich die Kommunalpolitik eher zu einer Schule des Horrors entwickelt. Werden Bürgermeister oder Ratsfrauen künftig mit der Pistole im Halfter auf Sitzungen oder beim Vereinsfest auflaufen, wie es der Fall des Bürgermeisters von Kamp-Lintfort ahnen lässt? Christoph Langscheidt hat kürzlich einen Waffenschein beantragt, weil er massiv von Rechtsextremen bedroht wird, nachdem er deren volksverhetzenden Wahlplakate hat abhängen lassen. Oder müssen Kommunalpolitike…

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