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Die Welt schweigt uns an

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Die Lage der Jesiden ist eine der größten humanitären Krisen der Gegenwart

Foto: Maria Feck/Laif

Ende 2017, an jenem Tag, an dem die 16-jährige Jesidin Maskin durch eigene Hand starb, zog erster Herbstregen über das Zeltlager. Die Wege wurden schlammig, die Planen flatterten im Wind. Vielleicht, sagt Maskins Bruder Shuoer, sei es der nahende Winter mit seiner Dauer, Kälte und Trostlosigkeit gewesen, der seiner Schwester endgültig die Lust auf das Leben genommen habe. Sie sei schon lange vor ihrem Selbstmord verstummt, doch habe sich niemand viel dabei gedacht. Still und traurig seien schließlich die meisten im Lager.

Als man ein Jahr später im Flüchtlingsrefugium Esyan des ersten Todestages von Maskin gedenkt, scheint die Sonne, und der Wind verweht den trockenen Sand zu Kreisel…

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