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Leicht verändert

Am Anfang ging Christian Jankowski auf die Jagd. Oder nein: Ganz am Anfang wurde er an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg abgelehnt – zwei Mal. Dann schnappte er sich Pfeil und Bogen, ging in den Supermarkt und schoss sich, was er zum Leben brauchte: Toilettenpapier, Margarine, ein tiefgefrorenes Hühnchen, Paprika, Bier. Die erlegten Lebensmittel zahlte er brav an der Kasse. Die Jagd hat er das Video dieser Performance aus dem Jahr 1992 schlicht genannt, das dem bis dahin Verkannten nicht nur große Aufmerksamkeit, sondern schließlich auch den Platz an der Kunstuniversität einbrachte.

Jankowskis Schamkasten fällt ebenso in diese frühe Zeit. Hier bat er Passanten, sich ins Schaufenster des von ihm bewohnten Ladengeschäfts in Hamburg-Altona zu setzen. Mit Plakaten, auf denen stand…

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