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Es gibt Schätzungen, denen zufolge über 110 Millionen Menschen in Lateinamerika in Slums leben. Der Prozess der Verstädterung geht rasend schnell voran. Alejandro Arevana ist der erste Chilene und der vierte Lateinamerikaner, der den Pritzker-Preis für Architektur zugesprochen bekommt. Mit 48 ist er gut 15 Jahre jünger als der durchschnittliche Preisträger, und er hat weniger gebaut als die meisten seiner 40 Vorgänger. Wenn er im April die höchste Auszeichnung der Architekturwelt entgegennimmt, dann wohl auch, weil er früh begann, Architektur und Städteplanung von den villas de miseria aus zu denken. „Wir beginnen unsere Projekte so weit weg von Architektur wie möglich“, sagt er und meint damit: weitab vom ästhetischen Selbstzweck. Für ihn ist Architektur immer auch soziale Dienstleistung…

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