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Auf die Couch!

David Pollens betreibt in Manhattan eine bescheidene Erdgeschosspraxis auf der Upper East Side, also in einer Gegend, deren Therapeutendichte weltweit wohl nur noch die Gegend genau auf der anderen Seite des Central Park toppen könnte, die Upper West Side. Pollens, Anfang 60, lichtes Silberhaar, sitzt auf einem Lehnstuhl am Kopfende der Couch, auf der seine Patienten sonst liegen: den Kopf von ihm abgewandt, damit sie ihre Ängste oder Fantasien besser erkunden können. Viele kommen mehrmals in der Woche hierher, manche über Jahre. Die Erfolgsbilanz des Psychoanalytikers kann sich sehen lassen. Er kuriert Angststörungen, Depressionen und andere Seelenleiden bei Erwachsenen und Kindern.

Im Gespräch mit ihm taucht man gleich in diese ganz eigene Freud’sche Sprache ein, „Widerstand“ und „Neu…

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