Loading

Alarm im Freiraum

Neben dem Punker-Schlumpf steht „Aus Liebe zum Kiez“ geschrieben. Das Graffitto ziert eine der Holzplatten, die vor die zerschlagenen Schaufenster des Takatiki geschraubt sind. „Die Nazis wollten einen Riss in unsere Gemeinschaft hauen“, sagt Sarah P.*, Inhaberin des Piercing- und Tattoostudios, beim Besuch am Freitagnachmittag in Leipzig-Connewitz. Kopfgroße Steinbrocken hatten die Angreifer in ihren Laden geschleudert. „Die meinten uns alle“, sagt die gelernte Tischlerin, die die Inneneinrichtung ihres Studios in großen Teilen selbst gebaut hat. Vor 14 Jahren zog die um die 40-Jährige mit den auffälligen Lippenringen vom Niederrhein über München ins Viertel. Sie hatte oft Freunde hier besucht und es schätzen gelernt. „So ein Stückchen Freiheit und Lebensqualität findet man nirgendwo i…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.