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Sportunterricht

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Foto: Werner Kaiser/Plainpicture

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Aristoteles Erst im Achten Buch der Politik, des staatstheoretischen Werks des Stagiriten, stolpert man über das Kapitel „Gymnastik als Erziehungsmittel“. Dort schreibt Aristoteles (384 – 322 v. Chr.), dass die Spartaner ihre Kinder durch übermäßige Anstrengung „tierisch gemacht“ hätten. Dabei sei Tugendhaftigkeit nichts, was man bei den „wildesten“ Völkern beobachte, sondern bei jenen mit einer „sanfteren und löwenartigen Gemütsart“.

Wer denkt, wow, der Typ war ein Avantgardist der antiautoritären Erziehung, ein echter Summerhill-Hippie, der wird wenige Zeilen später enttäuscht: Gleich nach der Jugend sei die Zeit reif für die „anstrengenden Übungen bei zwangsweise geregelter Kost“. Neben Grammatik, Musik und Zeichnen betrachtete Aristoteles „Le…

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