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Reich des Bösen

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Der Blick auf den Kreml ist für manchen Betrachter leider verstellt

Foto: Nikita Teryoshin

Als sich dieses Land 1992 öffnete, entschloss ich mich, als freier Journalist in Moskau zu arbeiten. Ich hoffte, dass sich dort eine Gesellschaft entwickelt, die Bewährtes bewahrt und vom westlichen Kapitalismus nicht alles übernimmt. Ganz so wurde es nicht. Trotzdem bin ich geblieben. Ich fühlte mich von Jahr zu Jahr mehr heimisch und begann, bei Besuchen in Deutschland die Russen zu erklären und zu verteidigen. Je mehr Russland im Westen dämonisiert wurde, desto mehr fühlte ich mich als Korrespondent aufgefordert, Brücken zwischen Russland und Deutschland zu schlagen, indem ich Reportagen schrieb und Videos produzierte, die Russen und Deutsche vorstellten, die einander etwas zu sagen hat…

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