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Von der Kanzel ins Kapitol

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Er steht in einer Tradition von Predigern, denen es vor allem um den Kampf gegen die Ungleichheit und gegen Unterdrückung geht

Foto: Drew Angerer/Getty Images

Als Raphael Warnock geboren wurde, vertraten den Bundesstaat Georgia zwei Befürworter der Rassentrennung im Senat der USA. Es war das Jahr 1969.

Nun ist Warnock – 51, Prediger in der Ebenezer Baptist Church, in der früher Martin Luther King tätig gewesen war – zum ersten afroamerikanischen demokratischen Senator aus einem der früheren Konföderierten Staaten im Süden der USA gewählt worden. Sein Sieg über die republikanische Amtsinhaberin und eisenharte Trump-Anhängerin Kelly Loeffler, die noch versuchte, Warnock als „marxistischen Radikalen“ zu verunglimpfen, ist nicht bloß bemerkenswert, weil er Joe Biden und den Demokrate…

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