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Moral ist eine warme Granate

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Alexander Khuon (links), Natali Seelig (rechts)

Foto: Arno Declair

Im Streit um Peter Handke ging es auch mal wieder um die Frage, ob die Kunst losgelöst vom Künstler betrachtet werden darf. Der Schriftsteller und Dramatiker Thomas Melle hatte sich in der FAZ klar hinter Handke gestellt. Für das Deutsche Theater Berlin schrieb er das Stück Ode, das nicht von Peter Handke, aber von der Bedrohung der Kunst durch linke Moralapostel oder rechte Tugendwächter handelt. Die Klippe, damit selbst zum moralinsauren Eiferer in Sachen Kunst zu werden, versuchte die Regisseurin Lilja Rupprecht, zunächst recht gut, zu umschiffen.

Eine „staatlich subventionierte“ Kunstprofessorin (Katrin Wichmann) stellt ihr nicht sichtbares Kunstwerk vor. „Ode an die alten Täter“ sei ein Dank an die Nazis, die…

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