Loading

Tschö, Melodie & Rhythmus

In der DDR, wo es mit der Popmusik nicht zur Weltspitze reichte, war natürlich auch die Popkritik nicht auf dem allerhöchsten Niveau. Immerhin: Es gab sie, ihr Zentralorgan hieß Melodie & Rhythmus. Seit 1957 erschien es als Fachblatt für Tanz- und Unterhaltungsmusik und widmete sich einem breiten Spektrum: vom Dresdner Schlagerfestival über die Blues-Historie bis zu Porträts nationaler und internationaler Popstars. In einer Art Monopolstellung gehörte die M&R zu den begehrtesten Printerzeugnissen der DDR. Wer nicht das Glück hatte, eines der raren Abos zu ergattern, bekam sie selten genug am Kiosk, als sogenannte Bückware. Die Auflagenhöhe – 1989 immerhin 270.000 Exemplare – wurde allein durch das Papierkontingent begrenzt.

Nach der Wende, als mit dem internationalen Pop auch di…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.