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Musikliebhaber im Trutzbunker

Sie lagen falsch, die Buggles. Nicht Video hat den Radio Star gekillt, es waren Youtube, Spotify und all die anderen Online-Abspielstationen. „40 Millionen Songs. Null Werbung“, lockt Apple Music und lässt Algorithmen den Job erledigen, den früher Redakteure und Programmgestalter besorgten. „Wir Radioleute müssen viel schneller reagieren“, glaubt Werner Reinke, ein 71-jähriger Veteran des Hessischen Rundfunks. „Neue Konkurrenz wie Spotify und Last.fm nehmen wir viel zu wenig wahr.“ Statt intelligente und zeitgemäße Inhalte zu liefern, setzen die Sender nach wie vor auf hysterisch gut gelaunte Morningshows und die ewig gleichen Hits. Von der Ära des musikalischen Autorenradios sind nur ein paar mitternächtliche Inseln geblieben. Dabei hat die unbegrenzte Online-Verfügbarkeit von Musik fü…

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