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Monsterspaß

Vulgär, illiterat und sexistisch. Rassistisch, narzisstisch, unfähig. Wahrscheinlich gefährlich. Mit solchen Gedanken wird wohl mancher Leser Fire and Fury, Michael Wolffs Inside Story über Donald Trump und das Weiße Hausnach der Lektüre aus der Hand legen.

Dabei lässt sich nicht wirklich behaupten, das Buch fördere neue Erkenntnisse über die Person Trump zutage. Was Wolff beschreibt, so war sich James Fallows im Atlantic auch schon früh sicher, sei ein „offenes Geheimnis“. Ein Vergleich mit dem Fall Weinstein dränge sich auf: Von dessen erst jetzt öffentlich angeprangertem Fehlverhalten wusste das Umfeld auch längst. Ähnlich sah es Masha Gessen im New Yorker: dass dieses mit öden Details überfrachtete Buch über Nacht zur Sensation werden konnte, obwohl es so wenig Neues bringt, zeige,…

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