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Die Abwrackerin

Der Ruf, der der neuen Präsidentin der Kultusminister vorauseilt, ist beinahe legendär. Susanne Eisenmann half mit, die erzkonservative CDU Baden-Württembergs zu modernisieren. Als Büroleiterin des damaligen Reformers Günther Oettinger war sie am Kehraus des Erwin Teufel beteiligt. Sie tat es mit Verve. Bei einer CDU-Mitgliederversammlung warb sie in Stuttgart mit so viel Herzblut für eine aufgeklärte christliche Politik, dass einer von Teufels Hilfssheriffs zu einer drastischen Maßnahme griff. Er verwies Susanne Eisenmann des Saals. Sie soll erhobenen Hauptes den Raum verlassen haben. Als „demonstrative Gelassenheit“ wurde ihr Abgang beschrieben. Freilich, wer das Energiebündel Eisenmann kennt, der ahnt, was damals in ihr vorgegangen sein muss.

Denn die promovierte Politik- und Literat…

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