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Stimmen an und off

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Philip Scheffner muss nicht einmal ein Sprichwort heranziehen, um einen Zusammenhang zwischen Spatzen und Militärgerät herzustellen

Foto: Arsenal Distribution

„Wird es ein Film über Tempel?“, fragt der indische Konsularbeamte den Filmemacher, der wegen einer Drehgenehmigung bei ihm vorstellig wird. „Nein, es ist eher eine Geistergeschichte“, antwortet dieser von hinter der Kamera. Schnitt: Aus einer milchig vernebelten Fläche konkretisiert sich eine Flussidylle mit Bäumen, während eine männliche Stimme zum Knistern eines Tonträgers von Illusion und Vergänglichkeit des Lebens singt und eine „true story“ ankündigt. Dann Blick in einen dunklen schmalen Archivraum.

Hier seien Schellackplatten mit Stimmen gelagert, heißt es aus dem Off, über 7.000 insgesamt, aufgezeichnet während des …

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