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Eine Familie für trans Muslima

Nia konnte sich nie mit einer der beiden gesellschaftlichen Gender-Vorgaben identifizieren. Als Kind versuchte sie, die Regeln zu befolgen, trug die Schuluniform, „wie es jeder gute Junge tun muss“. Sie empfand sie als einschränkend. Zu steif. Zu ernst. Zu männlich. „Ich habe nie gern bei den Jungs gesessen. Sie haben mich immer ausgelacht“, sagt sie. Dazu kam die Missbilligung der Lehrer*innen: „Der Ruf zur Ordnung war immer der gleiche, wie ein Mantra: „Sei ein Mann!“ Zwei Jahre lang versuchte Nia, ein Mann zu sein. „Zwei Jahre der kompletten Unterdrückung“, beschreibt sie diese Zeit. Und dann die Angleichung: Brustoperation, Gesichtsverschönerung, längere Haare. Ihre Familie reagierte mit Ablehnung. Die Gesellschaft drängte sie an den Rand: „Die Leute starren dich an, bedrohen dich, …

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