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„Es gab bei uns was Unergründliches“

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Gerhard Wolf hielt sich im Hintergrund, aber er war Lektor seiner Frau Christa, half kritischen Dichtern und randständigen Künstlern

Foto: Stephan Pramme für der Freitag

Auf dem Weg zu ihm muss man erst mal an der Maske der Medea vorbei. Die sandfarbene Skulptur und eine Gedenktafel, die auf der Wiese vor dem Haus platziert wurden, sollen an Christa Wolf und ihre Werke erinnern, die sie am Amalienpark in Berlin-Pankow geschrieben hat, wo sie zusammen lebten.

Gerhard Wolf öffnet die Tür, weißes, dünnes Haar, Hemd, Wollpullover, Lesebrille um den Hals. Er bedankt sich für den mitgebrachten Rotwein, der sei gut für den Rehrücken nach Fontane-Art, den müsse man eine Nacht lang mit Gewürzen und Wein einlegen. „Tee oder Kaffee?“ Die kleine Küche geht von dem langen Flur ab. An dessen …

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