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Das Hartz-Kartenhaus

So umstritten wie heute war „Hartz IV“ seit dem 1. Januar 2005 nicht mehr. Damals, bei der Verabschiedung des Gesetzespakets zur Arbeitsmarkt- und Sozialreform unter Gerhard Schröder, kam es zu massenhaften Protesten. 2018 waren es die Parteivorsitzenden Robert Habeck (Grüne) und Andrea Nahles (SPD), die die neue Diskussion anzettelten. Das miserable Image von Hartz IV veranlasste sowohl Ursula von der Leyen (CDU) während ihrer Amtszeit als Bundesministerin für Arbeit und Soziales als auch ihren jetzigen Nachfolger Hubertus Heil (SPD), nach einem weniger diskreditierten Namen für das Gesetzeswerk zu suchen. Sein schlechter Ruf hängt nicht zuletzt an den Sanktionen.

Durch den Zwang, jeden Job – wie Arbeitsplätze seither bloß noch genannt werden – annehmen zu müssen, machen die Jobcenter …

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