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Die Schriftrolle hat ihr großes Comeback

Kurz vor Weihnachten kam die Meldung aus Marbach: Klaus Theweleit hat seine Papiere dem Deutschen Literaturarchiv übergeben. Was zu diesen Papieren gehört, wurde nicht mitgeteilt. Dafür gab es eine mit eindrucksvoller Fotografie beglaubigte Information über die materiale Beschaffenheit dieses Vorlasses: Da Theweleit mit Schreibmaschine auf Endlospapier schreibe, seien die meisten Urfassungen seiner Werke als Papierrollen überliefert. Welche Summe der noch amtierende Direktor Ulrich Raulff für Theweleits Rollen lockermachen musste, ist unbekannt.

Unbestimmt sind auch Mengen- und Umfangsverhältnisse, die sich aus der schier unermüdlichen Textproduktion des 1942 geborenen Literaturwissenschaftlers ergeben. Schon die Dissertation über Freikorpsliteratur und faschistoide Körperpanzer war so …

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