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Am Ende der Geduld

Gemeinschaftsküchen, in denen sich manchmal 40 Menschen einen Herd teilen müssen. Überbelegte Zimmer. Unzureichende und verschmutzte Sanitäreinrichtungen, nicht nach Geschlechtern getrennt und häufig nicht einmal abschließbar. Für Kinder kein Platz zum Spielen. Das alles ist Alltag in brandenburgischen Flüchtlingsheimen. Alltag von Frauen, die vor Bürgerkrieg geflohen sind oder verfolgt werden. Traumatisiert kommen sie in ein Land der Hoffnung und finden sich wieder in menschenunwürdigen Verhältnissen. Sie sind Übergriffen ausgesetzt, kämpfen mit der Sprache und der deutschen Bürokratie. Und sie warten. Auf Papiere. Auf ihre Anerkennung. Auf eine Wohnung. Einen Arbeitsplatz. Auf ein bisschen Normalität.

Elisabeth Ngari wartet nicht mehr. Die Kenianerin lebt in der 13. Etage eines Berlin…

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